Ländliche Entwicklung in Uganda
Seit über 20 Jahren gibt es das Kolpingwerk Uganda, aber der Norden des Landes ist ein fast unbekanntes Terrain für den Nationalverband. Noch vor wenigen Jahren herrschten bürgerkriegsähnlichen Zustände in dieser Region und die Menschen lebten in der Furcht, von ugandischen Rebellen, die ihrem Stützpunkt im angrenzenden Sudan hatten, überfallen zu werden. Die Situation war katastrophal: Männer und Frauen wurden getötet, die Kinder konnten aus Angst entführt zu werden nicht in die Schule gehen, das Vieh wurde gestohlen… Nachdem die Regierung Ugandas und die Rebellen Ende 2002 ein Friedensabkommen getroffen und sich auch die Beziehungen zwischen dem Sudan und Uganda verbessert haben, ist es wieder sicherer.
Doch der jahrelange Konflikt hat dazu geführt, dass der Norden große Entwicklungsdefizite aufweist: Ganze Landstriche sind immer noch vermint, es gibt keine befahrbaren Straßen, die meisten Orte sind nicht an das Stromnetz angeschlossen, Krankenhäuser und Schulen befinden sich erst im Aufbau. Die Erfahrung von Gewalt hat das soziale Miteinander stark geprägt – noch immer herrschen Misstrauen und Angst.
Der bewaffnete Konflikt hatte auch zur Folge, dass die Bauern ihre Felder nicht bewirtschaften konnten. Hier möchte Kolping Uganda ansetzen und dazu beitragen, über die Vermittlung von Methoden im angepassten Landbau und die Vergabe von Kleinkrediten die Einkommenssituation der Bauern im Norden des Landes zu verbessern. In den letzten Jahren haben sich mehrere Kolpingsfamilien in Norduganda gegründet, von denen einige bereits an Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema „Angepasster Landbau“ teilnehmen konnten. Nicht nur Agrar-Experten stehen den Bauern zur Seite, auch die Kolpingsfamilien, die bereits Erfahrung mit den neuen Methoden gemacht haben, geben ihre Erfahrungen weiter – es entstehen überregionale Netzwerke.
Und die Resultate sind gut: Viele Familien haben auf ihren Feldern bereits Mischkulturen angelegt und Kompost produziert. Einige konnten ihre Ernteerträge so steigern, dass sie die Überschüsse auch verkaufen konnten. Doch weitere Maßnahmen sind notwendig, um die Einkommens- und Ernährungssituation in Norduganda zu verbessern.
Wie zum Beispiel die Zucht von Kleinvieh: Kolping Uganda vergibt Ziegen, Hühnern und Schweinen an Familien und begleitet die angehenden Züchter durch Seminare über artgerechte Tierhaltung. Außerdem werden nach und nach immer mehr Zisternen gebaut, die die Wasserversorgung sicherstellen sollen.
Die Kolpingsfamilien und der Nationalverband zeigen sehr viel Eigeninitiative, Kreativität und Engagement, um die Lebensbedingungen in Norduganda verbessern. Damit es weiter bergauf geht, bitten wir Sie um Ihre Hilfe.
Projekt: Norduganda
Projekt-Nr.: MS-08
Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung immer die Projektnummer und Ihre Anschrift an!
Kostenübersicht für landwirtschaftliche Maßnahmen im Norden Ugandas, z.B. für:
100 Küken: 80 Euro
Eine Ziege: 30 - 180Euro
Ein Fortbildungskurs „Kompostierung“ pro Dorf: 350 Euro
Eine Zisterne: 400 - 500 Euro
(alles ca.-Angaben)
Spendenkonto
Kolpingwerk Diözesanverband Münster
Kto-Nr. 35 20 300 / BLZ 400 602 65 / Darlehenskasse Münster
Sollte ein Projekt bereits finanziert sein, erlauben wir uns mit Ihrer Spende ein anderes, gleichartiges Projekt zu unterstützen.
